21 August 2012, 17:13

Iran zeigt neue Waffen: „Präzise und fortgeschritten“

Iran zeigt neue Waffen: „Präzise und fortgeschritten“

Der Iran hat seine wichtigsten Waffenprojekte präsentiert. Der Militärchef freut sich insbesondere über eine neuartige Rakete. Die Staatsführung verspricht auch neue Drohnen, U-Boote und Kampffahrzeuge. Im Kriegsfall droht sie Israel mit einem verheerenden Gegenschlag.

Der Iran hat seine wichtigsten Waffenprojekte präsentiert. Der Militärchef freut sich insbesondere über eine neuartige Rakete. Die Staatsführung verspricht auch neue Drohnen, U-Boote und Kampffahrzeuge. Im Kriegsfall droht sie Israel mit einem verheerenden Gegenschlag.

Präsident Mahmud Ahmadinedschad und Verteidigungsminister Ahmad Vahidi besuchten am Dienstag eine feierliche Veranstaltung anlässlich des Tages der Nationalen Rüstungsindustrie. Dabei wurden sechs jüngste Waffenprojekte präsentiert, die für das Land besonders wichtig seien.

Wie der iranische Sender Press TV berichtete, geht es um die modernisierte Rakete 1D-110 Fateh, das „fliegende Labor“ Armita, das Schiffstriebwerk Bonyan 4, das Militärfahrzeug Aras, den Granatwerfer Vafa sowie das Navigationssystem Shahed.

Vahidi sagte, die Fateh-Rakete habe zur Verteidigungsfähigkeit des Landes maßgeblich beigetragen. Diese ballistische Boden-Boden-Festtreibstoffrakete sei sehr „präzise und fortgeschritten,“ hieß es. Einen erfolgreichen Test hatte der Iran am 4. August gemeldet.

Mit all diesen Entwicklungen will sich die Regierung in Teheran nicht begnügen. Im laufenden Kalenderjahr, der im Iran am 20. März begonnen hat, will das Land laut Vahidi weitere neuartige Waffensysteme bauen.

„Wir haben die Produktion neuer Drohnen auf die Tagesordnung gesetzt. Wir versuchen außerdem, neue U-Boote im kommenden Jahr in Dienst zu stellen,“ so der Verteidigungsminister. Auf dem Plan stünden außerdem militärische Flugboote, Kampffahrzeuge sowie ballistische und Flügelraketen neuer Generation. Die Herstellung eines neuen Kampfjets beginne voraussichtlich am Jahresende.

Press TV kommentierte: „Der Iran hat anderen Ländern, insbesondere seinen Anrainern, mehrmals versichert, dass seine Aufrüstung nicht gegen Dritte gerichtet ist. Die iranische Verteidigungsdoktrin basiert lediglich auf Abschreckung.“

Am Vortag hatte die iranische Führung Israel vor einem Militärangriff gewarnt. „Falls die Zionisten die unkluge Entscheidung treffen, den Iran anzugriefen, werden die iranischen Streitkräfte einen verheerenden Gegenschlag erteilen,“ sagte Mohsen Rezaei, Chef des einflussreichen iranischen Schlichtungsrates. Dieser Gegenschlag werde den israelischen Staat demolieren.

Damir reagierte Rezaei auf die jüngste Äußerung des scheidenden israelischen Heimatschutzministers Matan Vilnai, wonach der jüdische Staat für einen Krieg gegen den Iran völlig gerüstet sei. Israels Kampffähigkeit sei derzeit hoch „wie nie zuvor“, so Vilnai. Falls es zu diesem Krieg komme, werde er nach israelischen Angaben 30 Tage dauern.

Darüber, ob der Iran-Krieg unumgänglich sei, sind sich israelische Staatsmänner allerdings nicht einig. Regierungschef Benjamin Netanjahu hält einen Militärschlag gegen iranische Atomanlagen für gerechtfertigt, wie die „Jerusalem Post“ berichtete. Eine Attacke werde das iranische Atomprogramm auf jeden Fall bremsen und die „Verwundbarkeit“ des Regimes in Teheran zeigen, argumentiert Netanjahu. Präsident Schimon Peres warnte jedoch, Israel dürfe keinen Alleingang gegen den Iran wagen und müsse seine Aktivitäten auf diesem Gebiet unbedingt mit den USA koordinieren.

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