17 Dezember 2012, 19:02

LKW-Hersteller Kamaz: eizigartige Roboter am Fließband

LKW-Hersteller Kamaz: eizigartige Roboter am Fließband

Kamaz hat begonnen, neue Robotertechnik im Betrieb einzuführen. Die KI wird die Qualität der Teile prüfen, Fehler suchen, und dann diese mit Hilfe von Laserbrennern beheben.

Die Metallbearbeitungslinie ist weltweit ein Unikat. Es gibt ähnliche japanische Systeme, doch sie arbeiten mit Teilen von einem Gewicht bis 200 Gramm, die russischen hingegen werden 20 und auch 50 Kilogramm heben können. Die Roboter der dritten Generation auf beweglichem Fahrgestell bekamen den Namen Hexopod. In den Computer werden 1.500 Situationen eingegeben, die mit Metalldefekten verbunden sind. Die Maschine wird diese selbstständig analysieren und entsprechende Maßnahmen treffen. Kamaz hat bei der Investition in hochmoderne Technologien einen richtigen Schritt gemacht, meint der Mitarbeiter des Nationalen Atomforschungsinstituts MIFI Dmitrij Michailow.

"Die herangehensweise des Unternehmens ist folgende: Es hat keinen Sinn mit der Welt in dem wettzueifern, was die Welt kann und zwar gut. Aber es gibt Sinn etwas neues zu versuchen, um auf eine neue Stufe des Markts aufzusteigen. Und dadurch die eigene Produktion auf einem konkreten Wirtschaftszweg voranzubringen."

Die robotisierte Produktionslinie stellt für Kamaz der wissenschaftlich-technische Verband IRE-Polus aus der bei Moskau liegenden Wissenschaftsstadt Frjasewo und das Unternehmen "Eidos" aus Kazan her. IRE-Polus projektiert und liefert Faserlaserköpfe verschiedener Leistung. Der Verband ist eine Produktionsstelle des bekannten Unternehmens IPG Photonics, gegründet vom Wissenschaftler und Unternehmer Walentin Gaponsew. Das Unternehmen Eidos spezialisiert sich auf die Produktion von Übungssimulatoren. Für Kamaz erarbeitet Eidos die Software und ist für die Ingeneurie zuständig. Das Projekt für Kamaz ist eine rein russische Entwicklung, meint der Analytiker der Firma Investcafe Robert Krasnow:

"Eigentlich sind robotisierte Produktionlinien nichts Neues. Es gibt sie in Deutschland, so wird der Mercedes S 600 hergestellt, in Stuttgart werden auf solchen Linien Audis zusammengebaut. Es sind meistens high-end Wagen. Es ist erstaunlich, dass auf solche Weise LKWs hergestellt werden sollen!
Es ist nähmlich so, dass sich LKW-Metall sehr von PKW-Metall der high-end Klasse unterscheidet. Die Kosten der Produktionslinie werden 18 Milliarden Rubel, also 600 millionen Dollar betragen. Schon nächstes Jahr wird die Linie das Erste Produkt vom Band lassen."

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